Plau am See - Anlegestelle

Am Anfang der "Metow", wie das Eldeufer nahe der Mündung in den Plauer See genannt wird, sind die Anlegestellen der Ausflugsdampfer zu sehen. 1845 nahm die Personenschifffahrt in Plau mit dem von Dr. Ernst Alban konstruierten und von ihm in Plau an der Elde gebauten Schaufelraddampfer „Alban“ ihren Anfang, jedoch ohne anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg. Ende des 19. Jahrhunderts - der Fremdenverkehrs hatte inzwischen zugenommen - erfreuten sich Ausflugsfahrten mit den Dampfern großer Beliebtheit bei den Sommerfrischlern und Kurgästen.
Das Ufer der Elde wurde befestigt, so daß Touristen und Wassersportler den ganzen Abschnitt des Flusses von der Mündung in den Plauer See bis zum Wasserwanderrastplatz als Anlagemöglichkeit für ihre Boote nutzen können. Der Weg wurde breit gepflastert und wird nun als Promenade zum eigentlichen Plauer See genutzt. Gleichzeitig entstanden Versorgungs- und Serviceeinrichtungen am Anfang des Spazierweges in Höhe des
Wasserwanderrastplatzes und der Liegeplätze der Fahrgastschiffe. Die Stadt Plau verfügt nun von der „Hühnerleiter“, einer Fußgängerbrücke an der Schleuse, bis zum 13,5 m hohen Leuchtturm einschließlich einer Aussichtsplattform als Schlußpunkt über eine mehr als einen Kilometer lange Flaniermeile. Die Stadt mit ihrem alten Stadtkern ist durch diese Baumaßnahme näher an den Hafen und den See gerückt.

Eine Berliner Grundstücksgesellschaft will im hinteren Bereich der Metow, parallel zur Mole, 50 Ferienhäuser errichten. Auch wenn sich das Bauvorhaben momentan noch in der Verkaufsphase befindet, so gibt es bereits einen rechtskräftigen B-Plan und die Ansage der Berliner, noch in 2014 mit dem Bau beginnen zu wollen.

Die Müritz-Fischer, zu denen die Plauer Fischer gehören, planen ebenfalls ein größeres Projekt. Auf dem Kalkofen hinter ihrem Netzplatz, der im Sommer auch als Parkplatz dient, soll auf einer bislang brachliegenden Fläche ein neues Gebäude errichtet werden. Hier sollen Maräne und Co. fangfrisch an Einheimische wie Touristen verkauft werden.

In einem zweiten Gebäude, das unmittelbar vor dem der Wasserschutzpolizei entstehen soll, wird künftig der Hafenmeister seinen Arbeitsplatz haben. Weiterhin sollen hier weitere Versorgungs- und Sanitäreinrichtungen für die Gäste entstehen.

Bildautor

Gudrun Schuchma

Standortkarte

Bitte tragen Sie Ihren Standort ein, damit die Route berechnet werden kann.